Live auf’m Weihnachtsmarkt

Am 16. Dezember 2017 stehe ich zwischen 19:15 Uhr und 19:30 Uhr gemeinsam mit meinem Kollegen Michael Heidel auf der Kulturbühne des Weihnachtsmarkts am Kastellplatz (Haagstraße 11, 47441 Moers). Der Eintritt ist frei.

Eingeladen haben meine Freunde von TEN SING Moers, die das Spektakel unter dem Motto „Winterlärm 2017“ gemeinsam mit dem Bollwerk 107 und dem LVR auf den Markt bringen. Das Bühnenprogramm startet um 19:30 Uhr. Mit dabei unter anderem die Impro-Truppe Farbwerk und diverse Künstler aus dem TEN-SING-Umfeld.

Michael und ich werden Sie mit winterharten Worten verzücken. Was genau wir aushecken, müssen Sie schon selbst herausfinden. Wir freuen uns auf Ihr Erscheinen!

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Mein Freund Karl Ender

Heute möchte ich Ihnen meinen Freund Karl Ender vorstellen. Er betreibt eine Teermine.

(Wenn Sie jetzt nicht lachen, schmunzeln oder wenigstens gequält aufstöhnen, dann, mit Verlaub, sind Sie ein schlechter Mensch oder müssen noch einmal von vorn beginnen.)

In meinem Leben hat sich Karl Ender dreifaltig manifestiert: In meiner Hosentasche, an meiner Arbeitszimmetür und auf meiner Website. Alle drei Gestalten stelle ich Ihnen heute kurz vor.

Der Taschen-Karl

… ist eines der wenigen Luxusgüter in meinem Leben. Er sieht schlicht aus, stammt aber aus dem Geblüt Moleskine ([mɔleˈskiːne]), die wohl renommierteste Notizbuchmarke der Welt.

Gut dabei dank Maulwurfshaut

Der Name Moleskine geht zurück auf den britischen Schriftsteller Charles Bruce Chatwin (1940–1980). In seinen Reiseberichten pflegte er seine — für dazumal typischen — Notizbücher liebevoll als carnets moleskines zu bezeichnen. Im Englischen bedeutet moleskin Maulwurfshaut, das französische moleskine bedeutet Kunstleder. Chatwin maß seinen carnets moleskines enorme Bedeutung zu: „Einen Pass zu verlieren war das geringste aller Übel; ein Notizbuch zu verlieren war eine Katastrophe“, schrieb er in seinem Roman „Traumpfade“.

Absatzromantik

Das Italienische Unternehmen Moleskine SpA hat aus der Notizbuchromantik dezent Kapital geschlagen. Moleskine versteht es, den Notizbuch- und Kalenderkauf zu einem künstlerischen Akt von Weltbedeutung zu inszenieren, indem die Firma etwa verkündet:

„Moleskine […] legt die legendären Notizbücher von Künstlern und Intellektuellen […] wie Vincent van Gogh, Pablo Picasso, Ernest Hemingway und Bruce Chatwin, neu auf. […] Moleskine-Artikel […] bilden ein ganzes Arsenal an Utensilien, die eine Verbindung zwischen den Visionären der Vergangenheit und den Machern der Zukunft herstellen.“

Das Geniale an diesem Versprechen ist: Man muss nur daran glauben, um es wahr werden zu lassen. Ich für meinen Teil kalendriere und notiere in Moleskines und es ist mir schietegal, ob ich die gleiche Qualität woanders billiger haben kann. Dafür fahre ich Fahrrad und habe keinen Fernseher.

Seit zwei Jahren begleiten mich die Moleskine-Wochennotizkalender (unten im Bild liegend); für 2018 entschied ich mich für das dickere Daily Diary (oben im Bild stehend). Beide Varianten sind für unter 20 Euro zu bekommen. Muss man aber nicht haben, ich sag nur.

moleskine

Oben: Daily Diary. Unten: Wochennotizkalender. (Die Verschmierungen beruhen auf dem Zeugenschutzprogramm und den Tinder-Datenschutzrichtlinien.)

Der Wand-Karl

… hat mein Leben verändert. Ein Freund gab mir den Tipp, einen dieser Großformat-Wandplaner zu kaufen (danke, DJ). Der Vorteil: Man hat das komplette Jahr im Blick und kann entsprechend weitsichtig planen. Hektisches Blättern im Kalender, das Telefon zwischen Schulter und Wange geklemmt? Nie wieder. Fehlende Ruhepausen zwischen zwei ausmergelnden Projektzyklen? Kann mir nicht mehr passieren. (Oh Gott, jedenfalls hoffe ich das.)

Ich habe mich für eine recht einfache Variante aus dem Hause Heye entschieden, den Mega-Posterplaner. Kostet um die fünf Euro und ist doppelseitig bedruckt, ergo gleichschick für Hoch- und Querformatliebhaber.

heye-wandkalender

Der Mega-Posterplaner kurz vor der Entjungferung. Maße: 98 x 68 cm.

Der Digi-Karl

… ist weniger für mich, als für Sie gedacht — vorausgesetzt, Ihr Interesse an meinem Schaffen ist nicht bloß vorgeheuchelt. Jahrelang habe ich sämtliche Termine händisch auf eine Webseite eingetragen. Seit einigen Wochen probiere ich nun den Google-Kalender aus. Der ist nicht besonders schön, aber praktisch: Ich kann ihn von allen Geräten editieren, an verschiedenen Stellen im Netz einbinden, kann befreundete Künstler als Koautoren einladen und vieles mehr. Praktisch und schön wäre mir allerdings lieber — Sie haben nicht zufällig einen kompatiblen Tipp?

googlecalendar

Auf Kalendersuche

Als Nachtisch noch ein Palindrom (ein Text, den man von vorne und von von hinten lesen kann). Es trägt den Titel Auf Kalendersuche, gibt ein besoffenes Urlaubsgespräch auf dem Souvenirmarkt der Sierra Lacandona wieder und möchte nicht ganz ernst genommen werden:

– „Neu Alk? Red’.“
– „O, na, Nino — DNA-Kalender!“
– „Red’ ne Lakandonin an!“
– „Oder klauen?“

 

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Als Buche unter Palisandern

Gleich vorweg: Die Buche bin ich. „Ein ehrliches Holz ohne Starallüren“, argumentiert eine Freundin an meine Würde und verhindert gerade noch, dass ich mich zur Pressspanplatte degradiere.

Die Palisander, das sind meine verrückten Gäste der letzten Woche: Rhythm Shaw aus Indien (siehe vorletzter Post) und Antoine Dufour aus Kanada, ihres Zeichens saugute Gitarristen, mit denen wir sauviel Spaß hatten. Wir, das waren außerdem mein Beinahe-Nachbar Heiko Bloemers, ebenfalls ein sauguter Gitarrist, und Charli Kornblum, eine sehr besondere Sängerin aus Spanien (sie singt Obertöne, faszinierend), die außerdem die Frau an Heikos Seite ist.

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Oben: Buche. Unten: Palisander. Kapiert? (Cartoon: Martin Perscheid. Bitte kaufen Sie alle seine Bücher.)

Die Woche startete mit einem kleinen Workshop und einem Konzert von Heiko und Rhythm in der Stockumer Schule. Charli hat glücklicherweise die gesamte Show gefilmt; Sie können sich sowohl Heikos Soloset und Rhythms Soloset als auch den Auftritt ihres Duos Heikotic Rhythm auf Facebook anschauen.

Mitte der Woche stieß Antoine Dufour zu uns; Sie kennen ihn vielleicht als Youtube-Sensation: Viele seiner Videos wurden millionenfach angeklickt und er ist maßgeblich mitverantwortlich, einen guten Teil der Welt mit dem Fingerstyle-Virus beimpft zu haben.

Ich kann mich noch daran erinnern, wie Heiko vor gut zehn Jahren hypnotisiert in seinem Zimmer vor dem Rechner saß, um Antoines Fingerkunststücke zu kapieren. Persönlich kennengelernt haben sich die beiden einige Jahre später beim Thomas Leeb Acoustic Fingerstyle Bootcamp in Österreich. Antoine war einer der Lehrer. Dort machten die zwei auch Rhythms Bekanntschaft — und nur deswegen hatte ich die Ehre, beide als Gäste zu empfangen. Ich bin nämlich eher ein LoFi-Slacker-Gitarrist, der nur Anfänger beeindrucken kann. Leidlich.

Da saß also ich, die Buche, auf der Couch mit drei Palisandern, und traute mich erst gar nicht, die Gitarre überhaupt zur Hand zu nehmen. Dann tat ich es doch — zum Glück, denn was später in der Nacht im guten alten CLUB-Keller passierte, war, um es mit Rhythms Worten zu sagen, „some crazy fun […] some other level madness!“ Yeah. War es wirklich. Keine weiteren Kommentare.

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v.l.n.r.: Rhythm Shaw (Palisander), Heiko Bloemers (Palisander), der Autor (Buche), Antoine Dufour (Palisander); wenige Stunden vor der Other-level-madness. (Foto: Charli Kornblum)

Am nächsten Morgen zog Rhythm das Taschentuch und fuhr seiner Deutschlandtour entgegen. Antoine blieb noch, wir redeten über Underberg, Nationalgerichte und Einkommenssteuerbescheide, während draußen der Herbst zu wintern begann. Einen Tag später war auch er fort, der Youtube-Star aus Kanada, und unser Haushalt bestand wieder aus nicht-berühmten Menschen ohne Superkräfte.

Was mir erneut bewusst wurde in der Zeit mit den verrückten Edelhölzern — die übrigens sehr bodenständig, herzig und menschlich sind, wenn man sie auf keine Sockel hebt und nicht marmoriert: So lüstern ich ab und zu am Palisander schnuppre, so gerne bin ich Buche. Großes Talent und Berühmtheit bringen ein Leben mit sich, auf das ich langfristig nur bedingt Lust habe. Ich glaube, das benutze ich ab jetzt als Ausrede dafür, zu faul zum Üben zu sein.

Ein Tipp und ein Trost zuletzt: Sollten Sie die Gelegenheit haben, Charli, Heiko, Antoine oder Rhythm einmal live zu sehen, dann lassen Sie keine Ausreden gelten und hechten Sie hin, es lohnt sich. Und jetzt noch der Trost für alle Buchen und Pressspanplatten da draußen:

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Für gewisse Ziele reicht es in der Regel, eine Gitarre in der Hand zu halten. (Quelle: Internet)

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Lachyoga

Lachen ist eine körperliche Übung von großem Wert für die Gesundheit.

Aristoteles

Stimmt. Und deswegen zeige ich Ihnen heute meinen derzeit liebsten Übungsraum: den Twitterkanal @ThePunnyWorld. Sie werden ihn entweder nicht verstehen, ihn lieben oder ihn hassen. Ich halte einige der dort geteilten Wortwitze für die großartigsten Errungenschaften der Menschheit. Sie sollten das wissen, bevor Sie sich mit mir einlassen, denn ich erfinde ständig selber welche, und damit muss man klarkommen.

Theorie bringt uns an dieser Stelle nicht weiter. Hier einige meiner Leib- und Magentweets der letzten Woche:

Und, sind wir noch Freunde?

PS: Ja, ich weiß, es gibt andere Kanäle wie diesen und die Witze sind teilweise alt. Na und? Ich lache mich jeden Tag kaputt. Was machen Sie so?

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Mumbai calling — Rhythm in Rheinberg

„Hey Renan, that’s Rhythm Shaw from India.“ Heiko Bloemers zeigt auf einen schmächtigen jungen Mann, der neben ihm die Schützenstraße entlangschlendert und noch nicht lange aus dem Nest gefallen sein kann. „Hi Ryhthm“, sage ich und reiche ihm die Pranke, „nice to meet you in person!“ Wir wechseln ein paar Worte, dann muss ich weiter. Ich habe mich daran gewöhnt, dass mein Freund, Musikbuddy und Gelegenheitsmentor Heiko hin und wieder Gitarrenmenschen aus fernen Ländern auftischt. Aber manchmal kommen sie wieder.

Mr. Sarasvati-im-Somarausch

Heute, sehr gute zwei Jahre später, ist Rhythm zum dritten Mal bei uns. Ich sage „uns“, weil er in der Zwischenzeit auch mir ans Herz gewachsen ist. Nicht, weil er wie Sarasvati im Somarausch Gitarre spielt; das kenne ich von Heiko, man gewöhnt sich daran. Nee, er ist einfach ein prima Mensch, dem meine Sippschaft und ich gerne Bett und Brot kredenzen.

Anlass für Rhythms Besuch ist seine diesjährige Deutschlandtournee — und mithilfe einiger lieber und spontaner Menschen haben wir es geschafft, eben dieser Tournee ein kleines Vorspiel am Niederrhein zu verschaffen. Heute starten wir mit einem gemütlichen privaten Workshop für alle, die gerne von den Besten klauen; morgen, Mittwoch, geht es dann offiziell los mit einem Konzert in der Stockumer Schule. Über beides hatte ich hier bereits berichtet.

Heikotic Rhythm — ein Power-Duo

Heiko und Rhythm spielen je eine der beiden ersten Gitarren im Power-Duo Heikotic Rhythm. Und anstatt Ihnen zu beschreiben, was für herzige Menschen und gnadenlos begnadete Gitarristen die beiden sind, lassen Sie sich doch bitte von folgendem Video überzeugen, bei nächster Gelegenheit vorbeizuschauen. Sprechen Sie mich an, falls Sie Interesse am Workshop haben (der startet allerdings in zweieinhalb Stunden, also beeilen Sie sich) — und zum Konzert in Voerde können Sie gern einfach vorbeischneien. Es lohnt sich, und darauf mein großes Musikerehrenwort.

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Justitia

Mein PARTEI-Kollege Kenny und ich spielen sämtliche Nebenrollen im neuen Musikvideo der Rheinberger Punkband Allgemeines Denkvermögen (ADV), das am 4. November auf Youtube erschienen ist. Kenny mimt darin einen biertrinkenden, gehirntoten Fernsehkiffer im Trainingsanzug, ich einen reichen kranken Wichser ohne Gewissen. Der Song Justitia entstammt ADVs aktuellem Album Kreuzung der Entscheidung.

Sie fragen sich vielleicht, was ich mit Deutschpunk zu tun habe. Das erkläre ich Ihnen gerne: sehr, sehr wenig. Aber einige meiner Freunde haben ihre Seelen dem Pogo verkauft, und wenn Anfragen aus der Hölle kommen, kann ich nur schwer nein sagen. Außerdem sind ADV live immer ein Erlebnis, ob man nun auf die Musik steht oder nicht. Schauen Sie mal vorbei.

justitia

Für ADV durfte ich Fuffis durch den Club schmeißen. Als flexibler Rapper schafft man so etwas auch zu Deutschpunk. Der Hut gehörte übrigens meinem Opa. (Screenshot: (c) Allgemeines Denkvermögen / Lennart Pede)

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Leser beschimpfen

Besucht man die richtige Demo, kann einem heute jeder 15-jährige Marx‘ Kapital erklären. Fantastisch. Noch fantastischer gefiel mir Marx‘ Vorwort zu irgend einer der vielen Neuauflagen des Kapitals, in dem er leidenschaftlich darüber herzog, dass und von wem er nicht verstanden würde. Er teilte aus wie ein angestochener Tupamaro, was mich sehr amüsierte. Mehr als das Vorwort habe ich dann auch nie gelesen, denn Marx nach dieser Vorrede zu verstehen, das wollte ich mir nicht antun.

Gestern Abend musste ich wieder daran denken, als ich mir, im Bett liegend, Ernst Ecksteins Schulstreich-Humoreske „Der Besuch im Karzer“ vornahm. Hier ein Auszug aus dem Vorwort  zur 54. Auflage:

„Ich gestaltete [die Humoreske] ohne jeden Hinblick aufs Publikum. Ich war mein dankbarster und eifrigster Leser. Schon diese Genesis überhebt mich der Mühe, auf die Anfeindungen beschränkter Seelen […] zu antworten. Ich habe den ‚Besuch im Karzer‘ geschrieben, weil das Ding mir Vergnügen machte — nicht aus diesem oder jenem abseits gelegenen ‚Motiv‘. Das freilich kann ein trübseliger Pedant, dem die spontane Wirksamkeit einer fröhlichen Laune unbekannt ist, mit all seiner Gelehrsamkeit nicht begreifen. Mögen die Herren fortfahren, ihrem Ärger […] Luft zu machen! Unsere vierundfünfzigste Auflage wird deshalb ebensowenig ins Wasser fallen wie die bisherigen.“

Aaah, herrlich. Eckstein hat mit seiner Polterei etwas geschafft, das Marx nicht geschafft hat: Ich habe das Buch in einem Zug heruntergegluckst und mich gefreut, in Eckstein einen Bruder im Geiste gefunden zu haben — einen, der weder sich selbst zu schade für Blödsinn war, noch dem Irrglauben anheim fiel, ein Autor müsste seine Kritiker und Interpretatoren mit Pietät bedampfen.

Das gilt im Übrigen auch für Ecksteins Verhältnis zur Rechtschreibung: Mitten im Fließtext wendet sich der Autor an den Leser und rächtfärtägt dä sältsamä Orthographie seines Rektors Heinzerling mit den Worten:

„[Er] sprach allerdings nicht ganz so abnorm, als unsere Schreibweise vermuten lassen könnte; allein das deutsche Lautsystem gibt uns kein Mittel zur Hand, die spezifische Heinzerlingsche Klangfarbe genauer zu versinnbildlichen. […] So lange unser armseliges Alphabet nicht eigene Zeichen für Zwitterlaute zwischen i und e, zwischen u und o usw. besitzt, so lange wird der Historiograph, der sich mit Herrn Dr. Samuel Heinzerling beschäftigt, die von uns vorgeschlagene Rechtschreibung adoptieren müssen.“

Äch wäderhole: Härrläch! Das Büchlein sei hiermit warm empfohlen.

2017-11-04 13.29.03

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Vokabelt wird, da fallen Späne

Heute hatte ich die ersten durchschlagenden Erfolge mit meinem alten Vokabelkasten — Sie wissen schon: Ein Holzkasten mit fünf Fächern, durch die Karteikarten mit Fragen und Antworten wandern. Richtige Antwort: ein Fach weiter. Falsche Antwort: zurück ins erste Fach. Seit zwei Wochen füttere ich den Kasten nun mit Brennstoff aus den Disziplinen Musik, Philosophie und Journalistik; mit englischen Redewendungen und deutschen Fremdwörtern.

In der Schule habe ich das Üben trotz Kasten gehasst; die obligatorischen zehn Lernminuten waren ein täglicher Graus. Heute freue ich mich schon vor dem Aufstehen darauf und investiere selten weniger als eine halbe Stunde. Warum? Weil mich niemand dazu zwingt und ich mir selbst aussuche, was ich lernen möchte.

Anfangs war ich skeptisch: Würde mein eingestaubtes Hirn wirklich in der Lage sein, völlig fremde Begriffe durch bloße Wiederholung ins Neuronetz zu wickeln? Doch da zappeln sie nun und ich bin hocherfreut. Das motiviert.

Wieso aber stand der Kasten die letzten elf Jahre in der Ecke? Vermutlich, weil ich mir das Lernen in der Schule so madig gemacht habe, dass ich erst einmal Abstand brauchte. Da bin ich nicht der Einzige, zumindest nicht unter den Kreativen und Künstlern. Glauben Sie mir nicht? Dann glauben Sie doch Vater Tucholsky:

„Wenn meine Kinder etwas geworden sind, dann nicht wegen, sondern trotz der Schule.“

2017-11-02 20.49.39

Die Kartoffeln links im Bild werden nicht mitgelernt.

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Workshop und Konzert mit Rhythm Shaw & Heiko Bloemers

Workshop: Mittwoch, 07.11.2017, 18:45 Uhr, Frankenstraße 40, 47495 Rheinberg. Dauer: ca. 3 Stunden. Kosten: € 42,-- p.P. (inkl. freier Eintritt zum Konzert am Folgetag.) Konzert: Donnerstag, 08.11.2017, 19:00 Uhr, Stockumer Schule, Schafstege 41, 46562 Voerde. Eintritt: € 5,--

Need basic information in English language? Here you are.

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Rhythm Shaw und Heiko Bloemers gehören einer neuen Generation von Gitarristen an – jeder der beiden Künstler reizt mithilfe neu entwickelter Techniken und virtuosem Können die Grenzen der akustischen Gitarre aus und verschiebt sie Stück um Stück nach oben. Am Dienstag, den 07.11.2017 geben die Künstler einen Workshop in Rheinberg, am Mittwoch, den 08.11. spielen sie ein Konzert in Voerde.

Rhythm Shaw

Rhythm Shaw ist ein begnadeter Sologitarrist, der mit beeindruckender Präzision, Schnelligkeit und Eleganz die Musik seiner Heimat Indien mit westlichen Rock-, Jazz und Fingerstyle-Einflüssen verschmilzt. Das Ergebnis ist ein moderner, v

ielseitiger Sound, der ihn weltweit bekannt gemacht hat. Mehr erfahren Sie auf Rhythm Shaws Facebookprofil.

Heiko Bloemers

Heiko Bloemers fällt nicht nur wegen seines ausgeklügelten Percussionspiels aus der Reihe. Sein Stil bewegt sich zwischen intelligentem Rock und progressivem Fingerstyle: Wie kaum ein zweiter kombiniert er Basslines, Licks, Akkorde und Drums zu einem imposanten Orchester auf nur einer Gitarre – ganz ohne Loops oder Playback. Mehr erfahren Sie auf Heiko Bloemers Website.

Über den Workshop

Workshop: Mittwoch, 07.11.2017, 18:45 Uhr, Frankenstraße 40, 47495 Rheinberg. Dauer: ca. 3 Stunden. Kosten: € 42,-- p.P. (inkl. freier Eintritt zum Konzert am Folgetag.) Konzert: Donnerstag, 08.11.2017, 19:00 Uhr, Stockumer Schule, Schafstege 41, 46562 Voerde. Eintritt: € 5,--

Ablauf

Wir treffen uns am Dienstag, den 07.11.2017 um 18:45 Uhr, da wir pünktlich um 19:00 Uhr beginnen werden. Jeder Teilnehmer wird sowohl eine Unterrichtseinheit bei Rhythm Shaw als auch bei Heiko Bloemers durchlaufen. Darüber hinaus besteht die Gelegenheit zu Vier-Augen-Gesprächen mit den Lehrern und eine abschließende Frage- und Reflexionsrunde. Wer nach 22:00 Uhr noch Zeit hat, ist herzlich eingeladen, vertiefende Fragen im kleinen Kreis zu besprechen.

Inhalte

Im Workshop vermittelt Rhythm Shaw die melodische Seite des Gitarrenspiels: Harmonien, Läufe, Jazz-Akkorde – was passt wozu und warum? Sie möchten Akkorde besser verstehen? Einfacher Melodien erdenken und solieren können? Dann sind Sie hier richtig.
(Rhythm Shaw spricht Englisch. Bei Bedarf ist ein Dolmetscher vor Ort, um zu übersetzen.)

heikotic-inphaseHeiko Bloemers unterrichtet die Grundlagen seiner perkussiven Schlagtechnik: Wie kann ich das, was ich spiele, mit Bassdrum und Snare zum Tanzen bringen? Ob Sie nun Lagerfeuerlieder begleiten oder Symphonien zupfen: Mit Heikos Technik haben Sie das Werkzeug in der Hand, Ihr Spiel um eine neue rhythmische Dimension zu erweitern.

Kosten und Voraussetzungen

Kosten und Erstattung

Die Kosten für den Workshop betragen € 42,– pro Teilnehmer. Die Kosten können bis 7 Tage vor Workshopbeginn zurückerstattet werden; bis 24 Stunden vor Beginn zu 50 Prozent. Spätere Absagen werden nicht berücksichtigt.
Anmeldung unter renancengiz.de/heikotic2017.

Angebot: Wenn Sie am Workshop teilnehmen, erhalten Sie freien Eintritt zum Konzert am Folgetag.
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Voraussetzungen

Um den Workshop effizient genießen zu können, sind Basisfertigkeiten an der Gitarre ratsam. Sie müssen allerdings kein Profi sein, um auf Ihre Kosten zu kommen. Die Referenten sind bemüht, Ihnen überwiegend Techniken zu vermitteln, die sie nach eigenem Ermessen Ihrer Lernstufe gemäß in Ihr Spiel integrieren können. Wenn Sie unsicher sind, ob Sie mithalten können, kontaktieren Sie bitte die Veranstalter.

Jeder Teilnehmer benötigt eine akustische Gitarre, bevorzugt eine gewohnte. Falls Sie Ihre Gitarre nicht mitbringen können, melden Sie sich bitte. Wir können zwei Leihgitarren anbieten.
Achtung: Wir übernehmen keine Haftung für mitgebrachte Instrumente oder andere Wertgegenstände. Schäden an geliehenen Gitarren sind vom Verursacher zu tragen.

heikoticrhythm_CDÜber das Konzert

Das Konzert findet am Mittwoch, den 08.11.2017 in der Stockumer Schule statt, Schafstege 41, 46562 Voerde. Einlass ist um 18:30 Uhr, Beginn um 19:00 Uhr. Der reguläre Eintrittspreis beträgt € 5,–.

Das Programm besteht aus einem Soloset von Heiko Bloemers, einem Soloset von Rhythm Shaw sowie einem gemeinsamen Teil unter dem Namen Heikotic Rhythm. Ein paar Vorgeschmäckle gefällig? Voilà:

Heikotic Rhythm — In Phase (Live @ Thomas Leeb Bootcamp 2015)

Rhythm Shaw — Titan (Live @ OffTheRecord)

Heiko Bloemers – Buoyancy Momentum (Live at Berlin Guitar Night, Germany, 2015-12-06)

Workshop: Mittwoch, 07.11.2017, 18:45 Uhr, Frankenstraße 40, 47495 Rheinberg. Dauer: ca. 3 Stunden. Kosten: € 42,-- p.P. (inkl. freier Eintritt zum Konzert am Folgetag.) Konzert: Donnerstag, 08.11.2017, 19:00 Uhr, Stockumer Schule, Schafstege 41, 46562 Voerde. Eintritt: € 5,--

Workshop: Mittwoch, 07.11.2017, 18:45 Uhr, Frankenstraße 40, 47495 Rheinberg. Dauer: ca. 3 Stunden. Kosten: € 42,– p.P. (inkl. freier Eintritt zum Konzert am Folgetag.) Konzert: Donnerstag, 08.11.2017, 19:00 Uhr, Stockumer Schule, Schafstege 41, 46562 Voerde. Eintritt: € 5,–

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Johnny Depp

Neulich bei Facebook. Wer hat da wieder das Kleingedruckte überlesen? Mit der richtigen Überschrift lässt sich eben alles verkaufen.

johnny-depp

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