Musikalische Lesung im Kuhdamm, Münster

Prosa, Lyrik und Musik: Am Samstag, den 17.02.2018, lesen die Autoren Michael Heidel und Renan Cengiz ab 18:00 Uhr im Münsteraner Kuhdamm aus ihren gesammelten Gedichten, Witzen und Kurzgeschichten. Zwischen den Leseblöcken gibt es Gitarrenmusik vom Singer-/Songwriter-Duo Katinka & brudertaktiker. Der Eintritt ist frei.

Es lesen

Veranstaltung: Worte Treffen. Dich. Keinverlag.de. Michael HeidelMichael Heidel, geboren 1975, blickt auf eine lange Reihe von Ausstellungen und Kunstaktionen in ganz Deutschland zurück und realisiert als Diplom-Sozialpädagoge Graffitiprojekte für Jugendzentren und Schulen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz.

Bei KeinVerlag.de veröffentlicht Michael Heidel heitere und nachdenkliche Gedichte und Kurzgeschichten unter dem Pseudonym Obar75. Mehr erfahren Sie auf seiner dortigen Autorenseite.

Veranstaltung: Worte Treffen. Dich. Keinverlag.de. Roman TIkker Renan CengizRenan Cengiz, Jahrgang 1986, hat ein Steckenpferd für Wortspiele und Kurzgedichte. Der freie Künstler und Publizist schreibt, musiziert und improvisiert aus Leidenschaft. Seine Texte grooven in einer Mischung aus Rap, Komik und gefährlichem Halbwissen – immer rhythmisch, oft lustig und manchmal weise. Seit 2005 veröffentlicht er als Roman Tikker bei KeinVerlag.de, seit 2010 an vielen anderen Stellen im Netz und auf Papier.

Mehr über Renan Cengiz und sein Wirken erfahren Sie hier.

Autoin Sepideh Sabouni musste die Lesung leider aus gesundheitlichen Gründen absagen. Wir wünschen gute Besserung.

Es spielen

KatinkaUndBrudertaktikerKatinka (Gesang) und brudertaktiker (Gitarre, Gesang) präsentieren Ihnen eine Auswahl eigener Singer-/Songwriter-Stücke aus ihrem aktuellen Fundus. Das Duo spielt und komponiert zusammen, seit Sängerin Katinka im Rahmen der ZUSAMMEN/KUNST! 2016 zum ersten Mal vor Publikum auf der Bühne stand. In ihren Liedern spiegeln sich die musikalischen Einflüsse der beiden: Soul und Blues trifft auf Anti-Folk, Akustik-Rock, Pop und Avantgarde. Mehr über brudertaktiker hier.

Anfahrt

Die Berlin-Burger-Bar Kuhdamm befindet sich auf auf dem Rosenplatz, Hausnummer 10, in der Münsteraner Innenstadt. Eine interaktive Karte finden Sie auf der Website des Kuhdamms.

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Zwieback

Der CLUBJAM #1 geht in die nächste Runde! Teil 5 von 7 heißt „Zwieback“ und ist, wie alle Teile, frei erfunden. Erfinder sind Percussive-Fingerstyle-Gitarrist Heiko Bloemers und Vokalist/Gitarrist brudertaktiker. Eine Playlist mit allen bisher veröffentlichten Teilen des Jams gibt’s hier auf Youtube.

brudertaktiker & Heiko Bloemers – Zwieback – CLUBJAM #1 Part 5/7

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Lesung im Café Malik, Münster

Am Sonntag, den 21.01.2018, lesen die AutorInnen Sepideh Sabouni, Michael Heidel und Renan Cengiz ab 18:00 Uhr im Münsteraner Café Malik aus ihren gesammelten Gedichten, Witzen und Kurzgeschichten. Der Eintritt ist frei.

Es lesen

Veranstaltung: Worte Treffen. Dich. Keinverlag.de. Michael HeidelMichael Heidel, geboren 1975, blickt auf eine lange Reihe von Ausstellungen und Kunstaktionen in ganz Deutschland zurück und realisiert als Diplom-Sozialpädagoge Graffitiprojekte für Jugendzentren und Schulen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz.

Bei KeinVerlag.de veröffentlicht Michael Heidel heitere und nachdenkliche Gedichte und Kurzgeschichten unter dem Pseudonym Obar75. Mehr erfahren Sie auf seiner dortigen Autorenseite.

Veranstaltung: Worte Treffen. Dich. Keinverlag.de. Roman TIkker Renan CengizRenan Cengiz, Jahrgang 1986, hat ein Steckenpferd für Wortspiele und Kurzgedichte. Der freie Künstler und Publizist schreibt, musiziert und improvisiert aus Leidenschaft. Seine Texte grooven in einer Mischung aus Rap, Komik und gefährlichem Halbwissen – immer rhythmisch, oft lustig und manchmal weise. Seit 2005 veröffentlicht er als Roman Tikker bei KeinVerlag.de, seit 2010 an vielen anderen Stellen im Netz und auf Papier.

Mehr über Renan Cengiz und sein Wirken erfahren Sie hier.

Anfahrt

Das Café Malik befindet sich auf dem Schlossplatz 44 in 48143 Münster. Bei Anreise mit dem PKW folgen Sie bitte der B54 Richtung Altstadt. Bei Anreise via ÖPNV steuern Sie bitte die Bushaltestelle Schlossplatz an.

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brudertaktiker und Scheuch Wie Heu in Hannover

scheuchwieheu_anfidelioKommenden Freitag stehe ich als brudertaktiker auf der Bühne des Lindwurm in Hannover und unterstütze meine Freunde und Kollegen von Scheuch Wie Heu mit einem Deutschrap-Vorprogramm.

Am Freitag, den 12.01. heize ich um 18:00 Uhr mit einer halbstündigen Soloshow ein, danach bringen Scheuch Wie Heu alle bis dato unverzappelten Gliedmaßen mit ihrem verrückten Hip-Pop-Soul in Wallung.

Der Lindwurm befindet sich in der Nedderfeldstraße 22 (Linie 10 / Leinaustraße) in Linden-Nord. Hier geht’s zur Facebook-Veranstaltung. Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen.

brudertaktiker – Philosovieh (live, Dezember 2017)

Scheuch Wie Heu – Heb deine Faust (Studio Session, 2016)

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Improschnipsel

Was bisher geschah

Zwei Abende vor Weihnachten schellte es an meiner Tür. Als ich sie öffnete, stand da Tim mit einer Knolle Ingwer und einem Paket. Ich schnitt beides sofort auf. Aus dem Ingwer machten wir Tee, aus dem Paket schälte Tim einen Gitarrenverstärker, den er mir schenken wollte. Ich freute mich, ich dankte ihm; wir probierten ihn aus – er klang perfekt –, dann tranken wir handgepflückten Rumtopf aus Südbrandenburg.

Zwei Abende nach Weihnachten, verschnupft und besinnlich, widmete ich dem Verstärker mehr Zeit und erkundete seine Möglichkeiten. Dabei entstand das folgende kurze Video: Ein Cut-up verschiedener Augenblicke eines Jams über einen Loop im Siebenachteltakt. Und damit: Frohe Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

brudertaktiker – Weihnachts-Cut-up (Improschnipsel)

Amp: Marshall Valvestate VS15R
Gitarre: Gretsch G5622T-CB Electromatic GG
FX: BOSS CS-2, BOSS DD-5
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Philosovieh

Wie Sie wissen, bin ich auch Rapper und Musiker. Meine Ausflüge ins Musiversum bestreite ich meist unter dem Pseudonym brudertaktiker. Gestern Abend stand ich als ebender auf der Bühne des Winterlärms, ein Mini-Festival der Jugendgruppe TEN SING in Deutschlands kleinster Großstadt Moers. Wer nicht dabei war, hat hier das Nachsehen:

brudertaktiker – Philosovieh
live @ Winterlärm Moers

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Die Wahrheit über Forellen

2017-12-16 11.38.14

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Martha

Ein romantisch-komischer Schmu

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Adelina Patti als Lady Harriet (Foto: Camille Silvy; Public Domain)

Der verzogenen Königstochter Lady Harriet Durham ist langweilig. Angestachelt von den plumpen Umwerbungen ihres Vetters und Verehrers Lord Tristan Mickleford, schleift sie denselben nebst ihrer Vertrauten Nancy auf den Markt zu Richmond, um sich unter’s gemeine Volk zu mischen. Im tollen Spiel verpflichten sich Lady und Nancy dort zu einem Jahr Dienst auf dem Pachthof der Herren Plumkett und Lyonel, die sich unsterblich in die vermeintlichen Mägde verliebt haben. Mägde, die – wie sich später am Abend herausstellt – überhaupt gar nichts Mägdisches zu tun vermögen. Zum Glück rettet Lord Tristan die panischen Edeldamen gleich in der ersten Nacht und sie entfliehen dem Hof. Die Sache darf nicht herauskommen, weil sonst Ladys Ruf hin wäre, also bewahrt man Schweigen und tut, als sei nichts gewesen.

Aber Pustekuchen: Bei einem Jagdausflug später im Jahr Treffen Plumkett und Lyonel erneut auf die Mädchen und es gibt einen Kladderadatsch, der mit der Festnahme Lyonels endet. Doch dank Plumketts Initiative stellt sich bald heraus — surprise, surprise: Lyonel ist gar kein einfacher Gutsherr, sondern der Nachkomme eines unschuldig verbannten Grafen. Das ändert alles, denn da Lyonel offenbar adelig ist, findet Lady ihn doch ganz gut und einer Hochzeit steht nichts mehr im Wege. Außer der schmachtende Lyonel selbst, der jetzt noch ein wenig herumweinen muss – das Ende zieht sich ziemlich. Zum guten Schluss kriegt Lady ihn aber rum, indem sie die Marktszene vom Anfang nachstellt und – na endlich: Er sagt ja. Plumkett und Nancy haben sich eh schon ziemlich lieb, also heiraten alle vier und es wird noch mal ordentlich gesungen:

Lady (Lyonel ihren Strauß reichend).
….. Der Lenz ist gekommen, die Rosen erblühn —
Lyonel.
….. Es strahlet die Zukunft in freundlichem Grün —
Beide.
….. Es flattern die Blätter in heiterer Luft —
….. Zum Heile, zum Glücke das Dasein uns ruft.
Alle.
….. Zum Heile, zum Glücke das Dasein uns ruft.

Oh man. „Martha“ mag als Oper mit Musik unterhaltsam sein; auf dem Papier bleibt davon aber nichts als seichte Seifenoper. Am spannendsten fand ich das Vorwort von Wilhelm Zentner, der das Werk so wohlwollend einzuordnen weiß, dass ich mir mit diesem Verriss nicht nur dumm, sondern auch wie ein Arsch vorkomme. Will ich mir die Opfer irgendwann mal anschauen? Nein. Mehr von Flotow lesen? Sicher nicht. Vielleicht aber vom Texter Friedrich Wilhelm Riese alias W. Friedrich, denn seine Bearbeitung des ursprünglichen Balletts ist technisch mitunter gut gelungen. Nur eben nicht gut genug, um dem flachen, kitschigen Inhalt beizukommen.

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Meistergeister und Digitalnomaden

DNP Mastermind Day 2017 in Hamburg

Lesezeit: ca. 6,5 Minuten

Die Welt als Büro

Arbeiten, wo andere Urlaub machen; Geld verdienen in der Hängematte – das ist das Idealbild eines Digitalnomaden. In Deutschland hört derzeit jeder anständige Digitalnomade zwei jungen Männern zu: Sascha Boampong und Timo Eckhardt sprechen in ihrem Digitale-Nomaden-Podcast (DNP) mit Menschen, die bereits Digitalnomaden sind oder auf dem Weg dorthin. Es muss nicht immer die Hängematte auf Bali sein: Selbstbestimmtes, ortsunabhängiges Arbeiten ist das rote Seil, auf dem alle Akteure der Szene balancieren. Und die nimmt im Windschatten des DNP stetig Fahrt auf.

Sascha und Timo bei der Begrüßung. Ihren eigenen Rückblick auf den Mastermind-Tag können Sie sich übrigens hier anhören.

Sascha und Timo begrüßen die Teilnehmer des DNP Mastermind Day. Ihren eigenen Rückblick auf die Veranstaltung können Sie übrigens hier hören. Foto: DigitaleNomadenPodcast.de

Realize before you digitalize

Zum Glück gibt es Erfahrungen, die lassen sich nicht digitalisieren. Darum begegnen sich auch Digitalnomaden gern analog, zum Beispiel, um voneinander zu lernen. So geschehen am Samstag vor einer Woche auf dem DNP-Mastermind-Tag in Hamburg. Mastermind – was ist das nun wieder, fragen Sie sich? Habe ich mich auch gefragt. Klären wir eben:

Séance mit Meistergeistern

Mastermind – auf Deutsch: Meistergeist – ist der Name einer Technik, mit der Sie in Kleingruppen Ideen, Pläne und Konzepte entwickeln, verbessern und untersuchen können. Dafür benötigen Sie eine Handvoll Teilnehmer mit ähnlichem Hintergrund – in unserem Fall Digitalnomaden und verwandte Geschöpfe –, eine Stoppuhr, Stifte und Papier. Im Rahmen einer Sitzung hat jeder Teilnehmer fünf Minuten Zeit, ein Problem, eine Vision oder einen Status quo vorzustellen. Dann gibt jeder der Übrigen seinen Senf dazu: Tipps, Kritik, Denkanstöße, eigene Erfahrungen und so fort; fünf Minuten je Teilnehmer. Die Ergebnisse werden schriftlich festgehalten und der Fragesteller teilt der Gruppe mit, welche der Punkte und Ideen er in den kommenden 72 Stunden umsetzen wird. Klingt einfach, ist es aber auch. Und wahnsinnig effizient, wenn man es richtig macht. Was ich daraus mitgenommen habe, lesen Sie weiter unten.

Zwischen Müsli und Gin-Tonic

Der Mastermind-Tag begann Samstagfrüh um 08:00 Uhr mit einem Müslifrühstück. Wie Sie richtiggehend befürchten, sind Digitalnomaden der Albtraum jeder Küchenminna: Alles muss entweder vegan sein oder glutenfrei, und wenn nicht, dann wenigstens mit Algen. Dazu ein grüner Smoothie. Klar. Zum Glück war einer der zwei Sponsoren der Veranstaltung ein äußerst hipper Cerealienfabrikant (dessen Namen ich hier gern erwähne, wenn ich einen Jahresvorrat der getreide- und zuckerfreien Kakaomischung bekomme – mit Algen). Das Frühstück genossen wir, wie auch den Rest des Programms, im Mindspace, einem schnieken Cowork am Hamburger Rödingsmarkt.

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Ein Bild vom späteren Abend, der Gin-Tonic-Tageszeit: der Autor mit den angehenden Nomaden René und Robin auf dem Lümmelsofa. Selfie: Robin Stolberg

Barcamp – das Unseminar

Nach dem Frühstück begann das Vormittagsprogramm: Sogenannte Unseminare, deren Namen ich so hübsch finde, dass ich die Bezeichnung Barcamp hier nur der Vollständigkeit halber erwähne. Das Konzept: Alle Teilnehmer sind eingeladen, selbst spontane Seminare zu halten. Kein Frontalunterricht allerdings, sondern ein gemeinsames Arbeiten in flacher Hierarchie (daher das Un-). Der Initiator eines solchen Unseminars muss kein Experte sein, sondern kann auch mit einer offenen Frage in die Runde starten. Mein Unseminar lief zum Beispiel unter dem Titel: „Spitz oder breit? Spezialist oder Generalist – habe ich Fokus oder Persönlichkeit?“ Über mögliche Antworten werde ich in einem späteren Beitrag berichten.

Sascha, Timo und Bano verteilen Unseminare auf Räume und Uhrzeiten. Foto: Robin Stollberg

Die Gastgeber Sascha, Timo und Bano verteilen Unseminare auf Räume und Uhrzeiten. Foto: Robin Stolberg

Meine Meistergeister

Nach den Unseminaren gab’s ein Mittagessen, eine kleine Pause und dann eben die Mastermind-Séancen. Ich landete in einer Vierergruppe mit Lea*, die gerade dabei ist, eine menschenfreundliche Onlinemarketingagentur zu gründen; Stefan*, der bald sein Studium beendet und nach Wegen sucht, Filmemachen und Webdesign unter einen Hut zu bringen; und Dominik*, der seinen Job in der IT-Branche verlassen möchte, um sich ganz seiner Leidenschaft zu widmen, dem Online-Trading und Währungshandel. Alle drei gingen mit neuen Ideen und einem guten Gefühl aus der Session – Ideen, auf die sie allein nicht gekommen wären, so einfach sie auch scheinen mochten. Das ist ja das Tolle.

Und ich?

Ich hatte einen guten Monat Zeit, um mir eine konkrete Frage zu überlegen, mit der ich in die Séance starten würde. Ich habe mich dagegen entschieden. Also erzählte ich einfach, wo ich mit meiner Selbstständigkeit stehe, welche Ziele ich habe, wo es hapert und was ich mir wünsche. An die Rückmeldungen aus der Gruppe hegte ich keine großen Erwartungen. Im Tausch für meine Worte bekam ich dennoch frischen Wind – inklusive einiger origineller Böen aus eher unerwarteten Richtungen. Drei Punkte habe ich in den folgenden 72 Stunden umgesetzt:

  1. Ruhiger Ort: Ein paar Tage finden, an denen ich mich irgendwo in der Stille einquartiere, um an meiner Vision für mein Leben und meine Arbeit zu feilen.
  2. Wertekompass: Fünf Werte finden, mit denen ich mich identifiziere und die mir bei künftigen Entscheidungen helfen.
  3. Roter Faden: Eine klare Linie in meine Angebote / Produkte bringen und neue Angebote / Produkte konzipieren, die daran anknüpfen.

Das ist aber nur ein Bruchteil der vielen Punkte, die ich in ihrer Gesamtheit bereits auf einer Gedankenkarte festgehalten habe. Die kommt dann mit an den ruhigen Ort, wo ich sie weiter polieren werde. Die Auswirkungen werden Sie auch hier auf der Website zu sehen bekommen, soviel ist sicher.

Empfehlung – aber nicht für jeden

Würde ich noch einmal an einem DNP-Mastermind-Tag teilnehmen? Werde ich ganz sicher. Wer wirklich und ernsthaft selbstständig und ortsunabhängig arbeiten möchte, dem würde ich das auch empfehlen. Aber eben nicht jedem: Sind Sie etwa ein überzeugter Einzelkämpfer und hassen alle Menschen, dann werden Sie dort nicht glücklich werden. Und falls Sie das alles zwar recht spannend finden, aber aus guten Gründen nicht bereit sind, die vermeintliche Sicherheit und Bequemlichkeit Ihres Neun-bis-fünf-Jobs zu verlassen, dann sparen Sie sich das Geld. Veranstaltungen dieser Art sind nicht für Schwärmer und Theoretiker gemacht, sondern für Menschen, die ins (Weiter-)Machen kommen wollen.

Ein paar dieser Menschen habe ich mit nach Hause genommen. Allein dafür hat es sich gelohnt.

Auf der Aftershowparty. V.l.n.r.: Renan (das bin ich), Scarlett (Text & Konzept), Leo (Blogger, Programmierer)

Auf der Aftershowparty. V.l.n.r.: der Autor, Scarlett (Texte & Konzepte), Leo (App-Entwickler) Fotobox: Christoph Engel

  • Namen geändert.
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Ghost Bastards

Das Gespenst von Canterville

„Ich möchte dem Gespenst keinesfalls irgendwie zu nahe treten“, meinte der amerikanische Botschafter, „und ich muss schon sagen, dass ich in Anbetracht der langen Zeit, die es hier im Schlosse zugebracht hat, es nicht gerade höflich finde, mit Kopfkissen nach ihm zu werfen […]. Wenn es andererseits“, fuhr Mr. Otis fort, „wirklich keine Neigung bekundet, sich des Aurora-Schmieröls zu bedienen, sind wir wohl gezwungen, ihm die Ketten wegzunehmen.“

Der amerikanische Botschafter Hiram B. Otis bezieht mit seiner Familie das alte englische Landschloss der Familie Canterville. Dort, so wird er ernstlich ermahnt, treibt seit Generationen ein Geist sein Unwesen. Mr. Otis — ein furchtloser, aufgeklärter Neuwelt-Materialist — hält das für naive Folklore, wie man sie im Alten Europa nicht anders erwarten würde. Mit diplomatischer Höflichkeit schlägt er alle Warnungen der Cantervilles in den Wind und zieht mit Kind und Kegel ein.

Nach wenigen Tagen ist klar: Hier spukt’s wirklich! Doch von Angst und Bangnis ist Familie Otis weit entfernt — ganz zum Leidwesen des Gespenstes, das fassungslos miterlebt, wie es Mal ums Mal unbeeindruckt zurechtgewiesen wird, all seiner raffinierten Kostüme und Gruselkabinettsstückchen zum Trotz. Dass die jungen Otis-Zwillinge ihm auch noch mit Fallen, Spott und Fletschen zusetzen, stürzt das Gespenst in eine tiefe Sinnkrise — bis ihm schließlich eine Idee kommt, dem Canterville-Anwesen und sich selbst auf arkane Weise den ewigen Frieden zu schenken.

Unheimlich? Komisch! Das Gespenst als dummer August

The Canterville Ghost — so der Originaltitel aus dem Jahr 1887 — ist Oscar Wildes allererste Erzählung. Wilde, der alte Ire, bezeichnete sie als hylo-idealistische Romanze. Damit wollte er vermutlich ausdrücken, welchen philosophischen Grundgedanken er in der Geschichte aufgreift: Dass es unser eigener Geist ist, der die Wirklichkeit erschafft, und dass dieser Geist der Materie übergeordnet ist.

Das Romantische ergibt sich aus Wildes Erzählweise: Mit feinem Alte-Schule-Humor verspottet er literarische Gattungen wie das Familienepos und die Gruselgeschichte — besonders die Gestalten des trockenen Botschafters Otis und des erniedrigten Gespenstes haben mir beim abendlichen Lesen drei bis fünf Gluckser entlockt. Wilde hat in diesem satirischen Rahmen ein unterhaltsames Wackelbild geknüpft; aus Komik, Sehnsucht, Gesellschaftskritik und sogar ein wenig unschuldiger Liebe.

Der Mutant liest Canterville

Der Mutant liest Canterville. Lesezeit: ca. 2–3 Stunden.

 

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