Kommunalwahl in Rheinberg: Wen und was wähle ich überhaupt?

Am 14. September 2025 entscheidest du in Rheinberg über die politische Zukunft deiner Stadt. Mit fünf Stimmzetteln wählst du Bürgermeister, Stadtrat, Kreistag, Landrat und RVR – insgesamt fünf Kreuze für fünf Jahre Politik.

In diesem Artikel erfährst du

Wen und was wähle ich überhaupt?

Du hast fünf Stimmen bei der Kommunalwahl am 14. September 2025 in Rheinberg.

Fünf Stimmen für fünf Jahre – ein Überblick:

1. Bürgermeisterwahl: 1 Stimme

  • Wer: Einen der Bürgermeisterkandidaten
  • Wie: Ein Kreuz setzen
  • Bedeutung: Der Bürgermeister ist der oberste Chef der Stadt Rheinberg. Er leitet die Stadtverwaltung und vertritt Rheinberg nach außen. Als direkt gewählter Vertreter aller Rheinberger hat er große Gestaltungsmacht für das tägliche Leben in der Stadt. Wichtige politische Entscheidungen müssen aber immer demokratisch durch den Stadtrat beschlossen werden. Dein Kreuz bestimmt, wer für die nächsten fünf Jahre das Gesicht und die Richtung Rheinbergs prägt.

2. Stadtrat Rheinberg: 1 Stimme

  • Wer: Eine Partei für den Stadtrat
  • Wie: Ein Kreuz setzen
  • Bedeutung: Der Stadtrat ist die wichtigste politische Versammlung Rheinbergs. Seine rund 40 Mitglieder bestimmen nach dem Mehrheitsprinzip über alle wichtigen städtischen Angelegenheiten – von Kindergärten und Schulen über Straßenbau und Stadtentwicklung bis hin zur Gewerbeansiedlung und dem städtischen Haushalt. Der Rat kontrolliert den Bürgermeister, genehmigt alle größeren Ausgaben und legt fest, wie sich Rheinberg entwickelt. Dein Kreuz entscheidet, welche Partei wie viele Sitze bekommt – und damit, welche politische Richtung die Stadt in den nächsten fünf Jahren einschlägt.
  • Besonderheit: Aufgrund des Todes des Afd-Spitzenkandidaten musste die Ratswahl formell in fast allen Wahlbezirken abgesagt werden. Da die Nachwahl (mit nachnominiertem Kandidaten) aber auf dasselbe Datum fällt, ändert sich am Wahltermin und -prozedere nichts.

3. Kreistag Wesel: 1 Stimme

  • Wer: Eine Partei/Liste für den Kreistag
  • Wie: Ein Kreuz setzen
  • Bedeutung: Der Kreistag ist das wichtigste politische Gremium des Kreises Wesel. Seine Mitglieder bestimmen nach dem Mehrheitsprinzip, was für den Kreis beschlossen wird. Gerade auf Themen wie Verkehr, Bus & Bahn, Kiesabbau etc. hat der Kreistag viel mehr Einfluss als die einzelnen Städte. Dein Kreuz entscheidet, welche Partei wie viele Sitze bekommt.

4. Landrat Kreis Wesel: 1 Stimme

  • Wer: Eine Person für Landrat/rätin
  • Wie: Ein Kreuz setzen
  • Bedeutung: Der Landrat ist der oberste Verwaltungschef des Kreises Wesel. Er leitet die gesamte Kreisverwaltung, ist Chef der Kreispolizei und vertritt den Kreis nach außen. Als „Untere staatliche Verwaltungsbehörde“ hat er die Aufsicht über alle Städte im Kreis – auch über Rheinberg. Er entscheidet über wichtige regionale Themen wie Kliniken, Verkehrsplanung, Umweltschutz und die Förderung der Wirtschaft. Dein Kreuz bestimmt, wer für die nächsten fünf Jahre diese Macht ausübt

5. RVR (Ruhrparlament): 1 Stimme

  • Wer: Eine Partei/Liste für das Ruhrparlament
  • Wie: Ein Kreuz setzen
  • Bedeutung: Das Ruhrparlament ist die gemeinsame politische Vertretung des gesamten RVR-Gebiets. Seine Mitglieder bestimmen nach dem Mehrheitsprinzip, was für die Region beschlossen wird. Gerade auf Themen wie Verkehr, Bus & Bahn, Kiesabbau etc. hat das Ruhrparlament viel mehr Einfluss als die einzelnen Städte. Dein Kreuz entscheidet, welche Partei wie viele Sitze bekommt. Hier geht’s zum Wahl-Kompass des RVR – einer Art Wahl-O-Mat für’s Ruhrparlament.

Das Wichtigste:

  • 5 separate Stimmzettel = 5 Kreuze insgesamt
  • Pro Stimmzettel nur EIN Kreuz – sonst ungültig
  • Bei Briefwahl: Blauer Umschlag (nicht weiß!)
  • Mögliche Stichwahl am 28. September bei Bürgermeister/Landrat (nur, wenn kein Kandidat im ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent der Stimmen bekommt)
Einige Menschen stehen um eine Wahlurne herum. Sie halten fünf verschiedene Stimmzettel in der Hand – ein Zettel für jede Stimme, die bei der Kommunalwahl 2025 in Rheinberg abgegeben werden kann.
Fünf Stimmen für fünf Jahre (Symbolbild, generiert mit der Divi-AI)

Wo ist mein Wahllokal in Rheinberg?

Dein Wahllokal in Rheinberg findest du auf deiner Wahlbenachrichtigung. Von Borth bis Orsoy gibt es 20 Wahllokale in allen Stadtteilen. Briefwahl ist bereits möglich – nutze den blauen Umschlag und gib deine Unterlagen rechtzeitig ab. Du hast deine Wahlbenachrichtigung verloren oder keine bekommen? Sofern du wahlberechtigt bist, kannst du mit deinem Personalausweis wählen gehen. Hier kannst du herausfinden, welches Wahllokal das richtige ist.

Schritt 1

Suche im nachfolgenden Straßenverzeichnis deine Melde-Adresse heraus und merke dir den Stimmbezirk (Spalte 3 im PDF).

Schritt 2

Schau in der darunter stehenden Tabelle nach, welches Wahllokal deinem Stimmbezirk zugeordnet ist.

Fertig!

StimmbezirkWahllokal
10Altentagesstätte Borth
Pastor−Wilden−Straße 2
47495 Rheinberg
20Montessorischule Borth
Pastor−Wilden−Straße 7
47495 Rheinberg
30Schule am Deich
Gathstraße 10
47495 Rheinberg
40Sportzentrum Ossenberg
Kapellenfeldstraße 7
47495 Rheinberg
50Sparkasse Millingen
Saalhoffer Straße 112
47495 Rheinberg
60Schule am Bienenhaus
Millinger Straße 53
47495 Rheinberg
70Café to hoop
Alpsrayer Straße 102
47495 Rheinberg
80Kath. Pfarrheim St. Anna
An der St.−Anna−Kirche 2
47495 Rheinberg
90Grundschule am Annaberg
Grote Gert 40
47495 Rheinberg
100Grundschule St. Peter I
Schulstraße 6
47495 Rheinberg
110Begegnungsstätte Reichelsiedlung
Eschenstraße 28
47495 Rheinberg
120Grundschule St. Peter II
Schulstraße 6
47495 Rheinberg
130Alte Kellnerei
Innenwall 104
47495 Rheinberg
140Kath. Pfarrheim St. Peter
Kirchplatz 6
47495 Rheinberg
150Bürgerhaus Budberg
Rheinkamper Straße 41
47495 Rheinberg
161Evgl. Gemeindezentrum Budberg
Bischof−Roß−Straße 17 A
47495 Rheinberg
162Bürgerschützenheim Eversael
Feldstraße 3
47495 Rheinberg
170Kindergarten Vierbaum
Langackerstraße 81
47495 Rheinberg
180„Altes Zollhaus“ Orsoy
Rheindamm 4
47495 Rheinberg
190Kath. Kita Orsoy
Rheinberger Straße 377
47495 Rheinberg
200Schwarzer Adler
Baerler Straße 96
47495 Rheinberg

Autor: Renan Cengiz, Bürgermeisterkandidat und Listenplatz 2 für Die Linke in Rheinberg; Listenplatz 12 für die Kreisliste bei der Kommunalwahl 2025.

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Wahlkampf in Rheinberg: Geld oder Integrität?

Stell dir vor, es gibt einen Rheinberg-Lauf von Winterswick über Alpsray nach Millingen und Wallach, dann über Borth nach Ossenberg, weiter nach Orsoy, Eversael und Budberg bis ins Ziel bei Vierbaum. Alle starten zur selben Zeit – doch manche haben gesponserte Profi-Ausrüstung, andere laufen barfuß. Wer gewinnt? Und wie fair ist das? Eine ähnliche Situation haben wir jetzt gerade und ganz generell im Wahlkampf.

[UPDATE]🚨 BREAKING: Stadt Rheinberg bestätigt Kritik

Was ist passiert? Kurz bevor dieser Artikel veröffentlicht werden soll, veröffentlicht die Stadt Rheinberg eine offizielle Klarstellung, in der sie deutlich kritisiert, dass Spenden von Wahlkampfakteuren, die „den Eindruck einer Begünstigung erwecken könnten“, an städtische Einrichtungen gehen sollen. Hintergrund war die Ankündigung der Rheinberger CDU, Sand für Rheinberger Kindergärten zu kaufen, der zu Teilen mit Spendengeldern der Kies-Firma Hülskens finanziert wurde. Außerdem will die CDU Gelder an die Rheinberger Schulen spenden. Die Stadtverwaltung stellt in einer Pressemitteilung klar: Sie wird „keine Geschenke/Spenden von Akteuren annehmen, die den Eindruck einer Begünstigung erwecken könnten“ und erteilt der CDU-Strategie damit eine Absage.

Das Problem: Wenn Geld zu laut spricht

Parteien mit dicken Wahlkampfbudgets – oft finanziert durch Unternehmensspenden – überziehen Rheinberg mit Plakaten und verteilen strategisch Geschenke an Kindergärten und Schulen. Sand für Sandkästen hier, Tombola-Erlöse dort. Das wirft eine unbequeme Frage auf: Wer so systematisch mit Geld um Stimmen wirbt – sind für den vielleicht auch andere Dinge käuflich? Wie steht es um die Moral, wenn’s ums Geld geht?

Nun ist Wahlkampf per se nicht verwerflich – Deutschland hat sogar eines der transparentesten Parteienfinanzierungssysteme weltweit. Problematisch wird es, wenn a) das Geld unlauter eingesetzt wird und b) wenn die Schere zwischen finanzstarken und finanzschwachen Parteien so weit aufgeht, dass nicht mehr die besseren Argumente entscheiden, sondern die größeren Schecks. Das ist eine echte Herausforderung für die Demokratie.

Und es ist kein Randproblem: Finanzielle Ressourcen beeinflussen die Wahlchancen messbar. Wer das meiste Geld hat, kann am lautesten sprechen – und übertönt oft die leiseren, aber vielleicht besseren Stimmen.

Warum die Verwaltung in Rheinberg jetzt eingreifen musste

Die Stadt Rheinberg stellt klar: Mitarbeitende der Verwaltung dürfen keine Spenden von Wahlkampfakteuren annehmen, die den Eindruck einer politischen Beeinflussung erwecken könnten. Das ist ein direkter Verweis auf das Neutralitätsgebot – und ein klares Nein gegenüber der CDU-Geschenkstrategie.

Die Botschaft ist eindeutig: Auch wenn es legal ist, ist es nicht legitim.

Die Alternative: saubere Hände, weniger Lärm

Links sieht man einen Läufer der CDU, der viele Geschenke bei sich trägt und mürrisch dreinschaut. Rechts sieht man einen Läufer der Partei Die Linke, der einen leeren Korb trägt und fröhlich guckt.

Die Partei Die Linke geht bewusst einen anderen Weg und verzichtet komplett auf Firmen- und Lobbyspenden; sie finanziert sich neben den üblichen staatlichen Mitteln also nur aus Mitgliedsbeiträgen und privaten Zuwendungen. Das ist nicht nur Prinzip, sondern auch Strategie: Wer keine großen Geldgeber bedienen muss, kann unabhängiger entscheiden.

Der Preis? Weniger Sichtbarkeit, weniger Plakate, weniger Geschenke. Aber dafür echte Glaubwürdigkeit. Die Linke zeigt: Politik funktioniert auch ohne reiche Gönner – wenn man den Mut hat, auf faire Bedingungen statt auf finanzielle Übermacht zu setzen. Irgendwer muss ja damit anfangen.

Was das für dich bedeutet

Bei den Kommunalwahlen am 14. September hast du eine echte Wahl: Willst du eine Politik, die von denjenigen bestimmt wird, die am meisten Geld haben? Oder bevorzugst du Parteien, die ihre Unabhängigkeit dadurch beweisen, dass sie auf Konzernspenden verzichten?

Für das Gleichnis am Anfang des Artikels heißt das: Die Linke läuft bewusst mit einfachen Schuhen – aber dafür mit sauberen Händen. Das ist kein naiver Idealismus, sondern ein reales Angebot: Politik, bei der die Argumente zählen, nicht die Kontoauszüge. Politik, in der Moral und Integrität einen höheren Stellenwert haben als Geld und Opportunismus.

Am Ende sollten nicht Plakate und Geschenke über den Wahlausgang entscheiden – sondern du. Nutze diese Macht.

Was bedeutet das für uns Politiker*innen?

Ich glaube, dass die Wähler*innen letztlich nach Authentizität und Integrität suchen. Wenn wir als Parteien zeigen, dass wir unabhängig sind und uns wirklich für die Menschen einsetzen, können wir ihr Vertrauen zurückgewinnen. Es ist an der Zeit, dass wir zeigen, dass Politik auch ohne große Geldgeber funktioniert.

Autor: Renan Cengiz, Bürgermeisterkandidat für Die Linke in Rheinberg

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Fahrradideologie (Video)

Ist der Ausbau von Radwegen und das Stricken eines Radwegkonzepts Auswuchs einer Zweiradideologie? Wenn die überall Fahrradstraßen bauen, wie soll ich dann noch Auto fahren?

Das Gegeneinander von Auto- und Fahrradbefürwortern muss nicht sein. Das ist ein künstlicher Konflikt – und er basiert auf einer Schieflage.

Besonders bei uns auf’m Land ist das Auto unabdingbar. Trotzdem können und sollten wir dafür sorgen, dass unsere Kinder auch auf dem Rad sicher von A nach B kommen – und gerne auch alle anderen.

Das Thema kam auf der Podiumsdiskussion in Rheinberg-Millingen auf – hier ein kleines Statement dazu, das ich als Bürgermeisterkandidat für Die Linke abgegeben habe.

Vielen Dank ans Publikum, ans Team des SV Millingen, an alle Menschen, die für gleiche Rechte für alle Verkehrsteilnehmer*innen streiten – und vielen Dank an alle jungen Menschen, die echter sozialer Politik wieder eine Chance geben.

Es stehen noch vier weitere öffentliche Podien an. Die Termine – und andere heiße Dates – stehen unter www.renancengiz.de/termine.

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Reptos, Griechengötter, Alteleutemusik (Rückblick und Ausblick)

Reptiloide Shapeshifter aus dem Weltall

Es ist also doch wahr: Gestaltenwandelnde Echsenwesen vom Planeten Nibiru sind gekommen, um unser Gold zu stehlen und uns alle zu versklaven – sie sind unter uns! Zumindest zwei. Und wer samstagabends auf dem KPiP 2025 war, kennt sie bereits: Rimojeki. Das abgefahrenes Cyber-Future-Electro-Rock-Duo tourt mit seinem Raumschiff durch Europa und hat zwischen zwei Shows unsere Wohnung in Beschlag genommen. Falls du sie auf dem KPiP verpasst hast, wirf einen Blick in die Tourdates. Es lohnt sich!

Dionysos hat Angst

Allerdings nicht vor Rimojeki. Eher davor, nicht genug zu bekommen. Oder zuviel?

Jedenfalls ist der Gott des Rausches irgendwo falsch abgebogen. Da steht er nun, auf dem gepflegten Rasen neben seinem Gartengeräteschuppen und denkt alte Tage. Was für einen Scheiß haben sie da getrieben, er und Satyr, sein treuer dämonischer Begleiter; auf allen Partys und auf dem Boden jeder Ouzoflasche. Er denkt an seinen Vater Zeus, den größten aller Götter – und an Peter Trabner, den Menschen, mit dem er für diesen ganzen Bühnenzauber seine Seele teilt.

Dabei wird klar: Auf der Grenze zwischen Rausch und Ratio, zwischen Wohnung und Wildnis, zwischen Kultur und Natur zu tanzen, das erfordert einen starken Sinn fürs Gleichgewicht – sowohl physisch als auch psychisch; stets lautet die Frage: Wie viel ist zu viel?

In seinem dritten Stück aus der Griechen-Reihe beschäftigt sich Peter Trabner mit der griechischen Figur Dionysos. Begleitet wird er von mir, dem rappenden Satyr. Gemeinsam stellen wir uns einer fragil-gewaltigen Auseinandersetzung mit Grenzgang, Sucht und Rausch, Chaos, Natur und Theater.

Diese Woche haben wir das Stück in Osnabrück aufgeführt, als Teil der Theateracker-Reihe des Piesberger Gesellschaftshauses. Wir planen derzeit eine kleine Deutschlandtour in der ersten Jahreshälfte 2025. Interesse? Dann melde dich gern!

Alte-Leute-Musik

Das renommierte Rheinberger MAP-Festival findet 2025 leider nicht statt. Kein Grund für The March, ihren dort geplanten Auftritt abzusagen: Stattdessen geht es mit der Unterstützung einiger alter Hasen am 30.08. ins ZUFF. Und mit auf der Bühne steht nur Rheinberger Musikurgestein: Die Irish-Folk-Truppe McCool’s Return, die Punkrockband 2ndDate und, äh, ich – zumindest als Opener und Moderator des Ganzen. Wir freuen uns auf einen sehr guten Abend voller exzellenter Alteleutemusik und heißen auch alle jungen Leute herzlich willkommen.

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Büdchentour 2025 mit dem singenden Bürgermeister

Wahlkampf mal anders

Bereits im Bundestagswahlkampf hat die Linke aus Rheinberg auf eher unkonventionelle Mittel gesetzt, um die Menschen zu erreichen und zusammenzubringen. So ist im Zuge dessen auch Ende des letzten Jahres die linke Büdchentour vom hiesigen Ortsverband ins Leben gerufen worden.

Und: Trotz der eisigen Temperaturen im Wahlkampf um den Einzug in den Bundestag war die Tour ein voller Erfolg und brachte viele Menschen zusammen.

Rund zwei

Wegen dieser tollen Resonanz geht es jetzt zum Kommunalwahlkampf in die zweite Runde. An drei aufeinanderfolgende Freitagen lädt Die Linke zum Plaudern, Diskutieren und Tanzen ein. Mit im Gepäck hat sie natürlich ihren singenden Bürgermeisterkandidaten Renan Cengiz. Unterstützt u.A. von einer der besten Stimmen des Niederrheins, Yvonne Rüller – zu zweit sind die beiden als FRANZ LOSZT & APOLONIA bekannt.

Mit Meckerzettel

Die Abende an den Büdchen versprechen neben einem unterhaltsamen Live-Set ein offenes Ohr für die Bürger*innen und deren Probleme. Mit dabei hat Die Linke auch ihren Meckerzettel:

„Uns ist es wichtig von den Problemen zu erfahren, die die Bürger*innen Rheinbergs direkt benennen – damit wir diese angehen und im besten Fall beheben können. Daher möchten wir wissen, was die individuellen Sorgen und Anliegen sind und haben dafür unseren Meckerzettel entworfen, der in Null-Komma-Nix ausgefüllt ist“, so Renan Cengiz.

„Wir haben uns ganz bewusst dazu entschieden, nicht nur auf dem Marktplatz zu stehen und darauf zu warten, dass mal ein interessierter Mensch vorbei kommt, sondern möchten selbst dahin gehen, wo viele Rheinberger*innen zu treffen sind“, so Manu Cengiz Bechert, die Rheinbergs Ratsliste anführt.

Das Ziel: Begeisterte Büdchenbesitzer, begeisterte Rheinberger*innen – und eine Linke, die bereits vor der Wahl zeigt, wie man Kultur direkt auf die Straßen und zu den Menschen bringt.

Alles sind eingeladen

Es ist explizit jede*r eingeladen vorbeizukommen, auch wenn er oder sie vielleicht nur der Gesangsstimme des vielleicht baldigen Bürgermeisters zu Rheinberg und seiner Gitarre lauschen mag.

Insgesamt gibt es drei Termine. Los geht es diesen Freitag in der Innenstadt Rheinbergs am Argo-Grill, Freitag drauf geht es an den Kiosk in der Reichelsiedlung und am 05.09. spielt die Büdchentour am Orsoyer Rheinkiosk auf, wo auch Landratskandidat Klaus Winter zugegen sein wird. Beginn ist jeweils um 19 Uhr.

  • Fr. 22.08. – Rheinberg – Argo-Grill, Gelderstraße 17 – 19 Uhr
  • Fr. 29.08. – Rheinberg-Annaberg – Kiosk Reichelsiedlung – Buchenstraße 2 – 19 Uhr
  • Fr. 05.09. – Rheinberg-Orsoy – Rheinkiosk – Rheinberger Straße 375 – 19 Uhr (mit Landratskandidat Klaus Winter)

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Renan Cengiz bald bei der CDU? (Video)

Charmanter als Uwe Plien es tut lässt sich kaum provozieren. Fragt der mich doch allen Ernstes vor 170 Leuten im Bürgerhaus Budberg:

„Sie waren als Satire-Clown für Die PARTEI unterwegs; jetzt Kandidat für Die Linke. Ist das nicht ein bisschen sehr sprunghaft? Sind Sie 2030 dann wieder bei einer anderen Partei – sehen wir Sie dann bei der CDU oder der SPD?“

Das triggerte nicht nur meinen inneren Battle-MC – sondern auch meinen inneren Satiriker. Aber nur kurz. Denn auch, wenn manche Menschen mich als Polit-Clown abgestempelt haben mögen: Linke Werte und ein gesundes Bewusstsein für demokratische Verantwortung sind fest in meiner Brust verankert – deswegen bin ich überhaupt in die Politik gekommen. Genauso wie mein wichtigstes Antidepressivum – mein Humor. Ich ließ mich also zur folgenden Antwort hinreißen, um meinen politischen Weg angemessen und nachvollziehbar zu skizzieren.

Vielen Dank ans Publikum, ans Bürgerhaus-Team und an Uwe Plien! Und vielen Dank an all die jungen Leute, die echter sozialer Politik wieder eine Chance geben.

Es stehen noch vier weitere öffentliche Podien an. Die Termine – und andere heiße Dates – stehen unter www.renancengiz.de/termine.

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Von der Straße ins Rathaus: Wie Kultur Politik verändern kann

Wahlkampf – lärmen oder lauschen?

Wahlkampf fühlt sich oft an wie ein Konzert ohne Musik. Ja, es ist wichtig, für Ideen zu werben, hinter denen man steht. Aber oft übertönt das Getöse den Inhalt. Einer der Gründe, weshalb ich nach meiner Zeit bei Die PARTEI ausgerechnet zu Die Linke gegangen bin: Hier wird zugehört. Ideen entstehen nicht in Thinktanks und Beraterbüros, sondern in den Straßen und Wohnungen des Landes.

Im Wahlkampf – und erst recht danach – sollten gerade die lautesten Egos einmal Luft holen und lauschen. Nicht aus Taktik, sondern um zu verstehen, was die Menschen wirklich bewegt.

Von Reykjavík nach Rheinberg: Was ich von Jón Gnarr lernte

Jón Gnarr,  2007 (Bild: Davíð Þór Þorsteinsson, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons) „Ich hatte keine Ahnung, was ein Bürgermeister eigentlich macht.“
Jón Gnarr, 2007 (Davíð Þór Þorsteinsson, CC BY-SA 3.0)

Mein politisches Vorbild ist Jón Gnarr – der isländische Punk und Komiker, der zufällig Bürgermeister von Reykjavík wurde. Wenn ein Außenseiter wie er 500.000 Menschen überzeugen konnte, dann müssten 30.000 in Rheinberg doch machbar sein?

Was Jón und mich verbindet: Wir denken von unten. Wir hören auf Träumer und Kreative, die nach Feierabend ihre Visionen einer besseren Zukunft spinnen. Außerdem hegen wir eine gesunde Skepsis gegenüber den Mächtigen – und den Erfindern von Weckern, Fließbändern und Puritanismus.

Bevor ich in meinem Leben angefangen habe, über Politik, Programme und Paragrafen zu reden, habe ich erlebt, was Menschen wirklich verbindet: ein Konzert, bei dem alle mitsingen. Ein Abend in der Kneipe, an dem Ideen geboren werden, die keiner allein gehabt hätte. An langen Glühweinabenden um die Feuertonne. Solche Begegnungen sind kein Luxus – sie sind das Fundament, auf dem Gemeinschaft entsteht und aus dem auch politische Veränderungen wachsen können.

Komm zur Büdchentour! Mehr Termine hier.

Deshalb setzen wir von Die Linke Rheinberg im Wahlkampf nicht auf sterile Infostände, sondern auf Begegnungen: Büdchentour, Musik, Gespräche – besonders mit denen, die längst frustriert sind oder sich zurückgezogen haben. Wir laden ein, wieder Teil von etwas zu sein, statt den Rattenfängern und Populisten das Feld zu überlassen, die mit einfachen Parolen und bequemen Sündenböcke locken. Ein starkes, solidarisches Wir-Gefühl ist das beste Gegenmittel gegen ihre Hetze und Verblendung.

Politik, das sind wir alle

Ich bin auch kein glühender Fan des Polit-Betriebs. Aber ich will meine Freiheit, meine Mündigkeit und meine Rechte nicht verlieren – und meiner Verantwortung nicht ausweichen. Politik sind nicht „die da oben“. Politik sind wir: 83,5 Millionen Menschen, die jeden Tag mit ihren Entscheidungen das Land verändern – im Kleinen, wenn wir handeln, helfen, widersprechen, und im Großen, an der Wahlurne. Wir können das Leben verbessern – oder wenigstens eine Verschlimmerung verhindern. Genau deshalb kandidiere ich: um Samen für Veränderung zu streuen, die in immer mehr Köpfen und Herzen Wurzeln schlagen.

Rheinberg neu denken

Ich wünsche mir, dass Politik kein Wort mehr ist, das nach Frust und Misstrauen klingt. Ich wünsche mir Menschlichkeit, Augenhöhe, ehrliche Debatten und echten Mut – von den Menschen in den Parlamenten und von denen, die sie wählen. Ich will keine perfekten Politiker*innen, sondern authentische – und versuche selbst ein unperfektes Beispiel zu sein.

Nachhaltige, positive Veränderungen lassen sich nicht von oben aufdiktieren. Sie wachsen von unten, wenn wir uns gemeinsam, solidarisch auf den Weg machen, eine gute, schöne und gerechte Zukunft für alle hier zu erschaffen. Also: Mach mit, bring deine Ideen ein; lass uns gemeinsam neue Töne finden, auf die wir in Rheinberg tanzen können. Kurzum:

Hol dir deine Stadt zurück!

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Erste Amtshandlung als Bürgermeister? (Video)

Auf der Podiumsdiskussion im Bürgerhaus Budberg wurde ich gefragt, was meine erste Amtshandlung als Bürgermeister von Rheinberg sein werden wird. Das war meine Antwort:

Danke an alle, die zugehört und Fragen gestellt haben, ans Team des Bürgerhausvereins und an Moderator Uwe Plien!

Es stehen noch vier weitere öffentliche Podien an. Die Termine – und andere heiße Dates – stehen unter www.renancengiz.de/termine.

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Warum ich Bürgermeister von Rheinberg werden will

Renans Plakat zur Bürgermeisterwahl in Rheinberg mit dem Slogan „Neue Töne für Rheinberg“

Neue Töne für Rheinberg

Rheinberg gehört uns allen – und wir gestalten es gemeinsam. Am 14. September sind Kommunalwahlen. Ich kandidiere als Bürgermeister für Die Linke, weil ich glaube, dass wir Rheinberg zusammen verbessern können.

Ich bin Musiker, Publizist und Veranstalter, etwa des KPiP-Festivals. Seit fast 40 Jahren engagiere ich mich in Rheinberg – ob mit Kulturprojekten, Nachbarschaftshilfe oder politischen Initiativen. Für mich gilt: zuhören, anpacken, neu denken und besser machen.

Ein Klima für gute Ideen

Viele Menschen sind verunsichert wegen steigender Mieten, teurer Lebensmittel und globaler Krisen. Beim Thema Sicherheit denke ich nicht zuerst an Polizei und Ordnung – sondern an bezahlbares Wohnen, verlässliche Gesundheitsversorgung und Infrastruktur, gute Bildungs- und Präventionsarbeit. Wir sollten Probleme an der Wurzel packen, statt nur Symptome zu verwalten.

Dafür müssen wir Rheinberg ein Stück weit neu erfinden. Deshalb ist mir Kultur so wichtig: Wo Menschen sich treffen, verschwinden Vorurteile, entstehen Netzwerke, wachsen gute Ideen. Davon brauchen wir mehr – für eine lebenswerte Stadt, eine zukunftsfähige Wirtschaft, saubere Mobilität und Energie, starke Vereine und Betriebe, lebendige Treffpunkte. Lasst uns ein Rheinberg erschaffen, in dem Menschen gerne sind, bleiben und investieren. Das stärkt uns alle.

Hol dir deine Stadt zurück!

Politik ist oft viel zu abstrakt – doch der steigende Druck auf uns alle ist konkret. Wollen wir unsere Freiheit und Menschlichkeit bewahren, brauchen wir keine Hochglanzpolitik und leere Slogans, sondern echte Begegnungen. Es ist deine Stadt. Unsre Stadt. Holen wir sie uns zurück – mit neuen Tönen und offenen Türen!

Wo du mich treffen kannst

Podiumsdiskussionen

Verschiedene Vereine und Initiativen aus Rheinberg haben alle Bürgermeister eingeladen, vor Publikum zu diskutieren und Fragen zu beantworten. Hier die Termine:

  • Mo., 01.09. – Rheinberg-Ossenberg – Paullis Sportheim – Schloßstr. 41 – 19 Uhr
  • Mi., 27.08. – Rheinberg-Wallach – Gemeindehaus Wallach (ev. Kirche) – Wilhelmstraße 26 – 19 Uhr
  • So., 24.08. – Rheinberg-Millingen – Sportanlage Millingen – Jahnstraße 16 – 11 Uhr
  • Do., 21.08. – Rheinberg-Alpsray – To Hoop – Alpsrayer Str. 102 – 18 Uhr
  • Mi., 13.08. – Rheinberg-Budberg – Bürgerhaus Alte Feuerwache – Rheinkamper Str. 36 – 19 Uhr

Büdchentour

Statt klassischer Wahlkampfstände setzen wir unser Format „Büdchentour“ fort. Als singender Bürgermeister ist es mir eine Freude, für euch Musik zu machen (mit Freund*innen, fest im Boot ist etwa Yvonne Rüller) und mit euch ins Gespräch zu kommen. Auch andere Spitzenpolitiker*innen von Die Linke Rheinberg/Alpen werden vor Ort sein. Lernt uns kennen!

  • Fr. 03.09. – Rheinberg-Orsoy – Rheinkiosk – Rheinberger Straße 375 – 19 Uhr
  • Fr. 22.08. – Rheinberg-Annaberg – Kiosk Reichelsiedlung – Buchenstraße 2 – 19 Uhr
  • Fr. 22.08. – Rheinberg – Argo-Grill, Gelderstraße 17 – 19 Uhr
Flyer der Büdchentour in Rheinberg mit Foto von Renan Cengiz, Bürgermeisterkandidat, bei einem Straßenmusikauftritt

Weitere Termine, auch nicht-politische, findest du immer hier. Sehen wir uns?

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Spiel da jetzt!

Straßenmusik. Meine Frau muss mir manchmal bis oft in den Arsch treten, damit ich loslege – aber einmal angefangen, merke auch ich wieder: Mir tut’s gut und die Menschen feiern’s.

Meine Straßenmusiktaufe war unsere Europatournee Tripping Europe Without Money: Rund drei Monate mit Camper und ohne Geld unterwegs – das zu verdienen war Aufgabe meiner Gitarre und Stimme. Und es hat funktioniert! Die ganze Geschichte kannst du hier nachlesen.

Seitdem bin ich mal mehr, mal weniger auf Straßen, in Restarants, Cafés und auf Campingplätzen unterwegs. Mal mit Verstärkung, mal ohne, mal geplant, mal spontan, mal für ein Abendessen, mal für ne Parzelle oder eben für Scheine und Münzen. Und recht häufig für nen Folgegig, also eine Anfrage aus dem Publikum, irgendwo zu konzertieren.

Solche Gigs – und das ist ein Kindheitstraum – bezahlen mir mittlerweile einen stetig wachsenden Teilmeiner Lebenskosten. Falls auch du Lust hast, mich auf deiner Feier zu haben, oder in deinem Restaurant oder auf deinem Campingplatz – meld dich gern!

Kneipenmusik für die Bar des Camping Coccorrocci, Sardinien
Spontane Straßenmusik in Xanten, NRW
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