KPiP, das sind drei Tage im Juni, die zeigten, was passiert, wenn eine Stadt ihre Seele entdeckt. Eigentlich sind es deutlich mehr als drei Tage – eine gute Woche vorher beginnt der Aufbau im Park, und für meine Frau und mich sind dann schon Monate der Organisation ins Land gezogen und viele Nerven mussten ihr Leben lassen.
Beim KPiP-Festival im Stadtpark Rheinberg geht es um weit mehr als nur Musik und Budenzauber – es ist ein Statement; ein Bekenntnis zu dem Glitzerkit, der uns als Gesellschaft wirklich zusammenhält: gemeinsam ein Wir zu feiern, das größer, vielfältiger und durchdringender ist, als ein Einzelhirn je erfassen könnte. Aus diesem Gemeinschaftsgeist heraus können wir uns identifizieren – er betont unsere Gemeinsamkeiten, nicht unsere Unterschiede.

Unter neuer Flagge
Seit 2025 wird das Festival vom KulturVallanisten e.V. getragen, einem gemeinnützigen Verein, der aus der Kulturinitiative Spanischer Vallan hervorgegangen ist. Unter der Leitung von Manu Cengiz Bechert und Renan Cengiz steht der KulturVallanisten e.V. für gelebte Kulturvielfalt, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft in Rheinberg. Er macht den Spanischen Vallan und das Festival zu einem lebendigen Kulturort, an dem Menschen jeden Alters zusammenkommen.
Beats, Bock und Begegnung
Freitag regierten abermals die DJs den Park. Elektronische Klangkunst, tanzende Körper, totale Ekstase. Samstag spannten unsere Bühnenkünstler den großen Bogen von Punk bis Jazz, während Kreativmarkt und Rahmenprogramm richtig Fahrt aufnahmen. Sonntag dann der familiäre Ausklang, vom Morgenyoga bis zum Abschied am Abend. Mehr als 6.000 Menschen fanden dieses Jahr ihren Platz zwischen den Bäumen des Stadtparks – Menschen aller Generationen, aus allen Ecken der Gesellschaft, Menschen aus der Stadt, der Region, aus Deutschland und dem Ausland.



Die stillen Held*innen des Festivals
Zählt man alles zusammen, haben rund 200 Helfer*innen das Festival getragen – die meisten von ihnen ehrenamtlich. Manche nur für eine Stunde, manche für Wochen. Mit Hingabe, Schweiß – und einer guten Portion Idealismus. Ohne euch gäbe es kein KPiP – und das meinen wir ernst. Danke für jede Minute, jeden Handgriff, jedes Lächeln, jede Idee.
Nachhaltig gut
Vegan essen, Müll vermeiden, mit dem Rad anreisen – nicht aus Zwang, sondern aus Überzeugung: Wir beweisen, dass Kultur und Verantwortung keine Gegensätze sind. Und dass Nachhaltigkeit mehr bedeutet, als irgendwas fürs Klima zu tun. Für uns gehört genauso dazu, dem künstlerischen und kulturellen Nachwuchs aus der Region unter die Arme zu greifen, Menschen zusammenzubringen, Ideen reifen zu lassen und Räume zu schaffen, die abseits der großen Maschinerie funktionieren, Freiheit aushalten und die Akteur*innen und Besucher*innen nicht nur beieinander, sondern erst einmal bei sich selbst ankommen zu lassen.
Dank an alle, die uns vertrauen
Unsere Sponsor*innen und Partnerinnen machen möglich, wovon viele träumen: ein Festival ohne kommerzielle Logik, aber mit kultureller Substanz. Euer Vertrauen trägt uns. Dank auf dafür.
Für alle, die noch einmal zurückblicken wollen, gibt’s hier ein PDF mit O-Tönen, Fotos – und gleichzeitig Informationen für potenzielle Sponsor*innen. Gern an geeignete Stelle weiterreichen!





Auf ein Neues 2026?
Das fünfte KPiP könnte kommen – sofern die wichtigen Weichen richtig einklicken. Zeit, Geld und Können sind gefragt – wir geben unser Bestes, um Rheinberg auch im fünften Jahr zu zeigen, dass Kultur keine Frage der Größe ist, sondern der Haltung. Wir sehen uns im Stadtpark!

Ein italienisches Sprichwort besagt: Des Menschen großer Feind ist seine eigene Meinung. Wie lautet Ihre?