Best of Lieblingsmukke #01

Lieblingsmukke_01

Poetische Musikkritik für Kenner und Verkannte. Mehr Info hier.

Best of Lieblingsmukke #01
Sagopa Kajmer — Rip Van Hippy — Prefuse 73 — Layne Staley (AIC) — Frank Zappa & The Mothers of Invention
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Sagopa Kajmer – Ahmak Islatan [EP]

Yunus Özyavuz a/k/a Sagopa Kajmer ist DJ, Drummer, Sänger, Beatbastler, Rapper und Produzent. Auch wenn die Sprachbarriere ihn vor größerem Ruhm bewahrt hat, darf man mit Blick auf sein Œuvre behaupten: Dieser Mann zählt zu den schöpferischsten, begabtesten, musischsten, eloquentesten und galantesten HipHop-Künstlern aller Zeiten.

Mir ist klar, wie kühn diese These klingt, doch als einer, der seit gut 15 Jahren Rap und HipHop absorbiert und absondert, stehe ich dafür mit meinem halbtürkischen Arsch.

„Ahmak Islatan“ ist Sagos sechste EP aus der Pesimist-Reihe. Kleiner Wermutstropfen: Seine Features kann man – bis auf Kolera und Ceza – gewöhnlich in der Shisha rauchen.

Künstler: Sagopa Kajmer
Album: Pesimist EP 6 – Ahmak Islatan (2014)
Dauer: ca. 40 Min.

Rip Van Hippy – Diabet [Song]

Geoffrey Hales trommelte sich gerade durch die Indieröcke Australiens, als er Anfang der 80er den Elektro entdeckte und hernach als Rip Van Hippy fünf Studioalben erschuf, die Bettgenossen schrägen Psy- und Tribaltrances bis heute in sonderbaren Ehren halten.

Ein würdiges Beispiel für Rips verqueres, hypnotisches Songwriting ist Diabet. Das Stück wurde hinterrücks Teil des „KKND2: Krossfire“-Soundtracks, wo es das primitive Treiben kernmutierter Mutanten flankiert. Passend.

Diabet – ein orgasmischer Süchtigmacher im synkopischen Siebenviertelkleid.

Künstler: Rip Van Hippy
Titel: Diabet
Album: Waking Up Is Hard To Do! (1997)
Dauer: 06:07 Min.

Prefuse 73 – Point To B [Song]

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Foto: Matti Hillig via Wikipedia

Der „Point To B“ ist das Auge des Sturms, das Epizentrum des Urknalls, das Zen des Springinsfelds. Wie reguliert, getaktet und überhastet die Außenwelt erscheinen mag: „Governments can’t govern peace in my mind.“

„Vocal Studies + Uprock Narratives“ ist das Debutalbum von Scott Herrens Elektro-Acoustic-Avantgarde-Psy-Hiphop-Alias Prefuse 73 und zählt zu den schönsten Hochzeiten zwischen Dao und den Zehntausend Dingen im modernen Musiversum.

Künstler: Prefuse 73
Titel: Point To B
Album: Vocal Studies + Uprock Narratives (2001)
Spielzeit: 03:15 Min.

Alice in Chains – Hate to feel [Song]

Layne Staley, der „Chronist des Drogenschmerzes“, ist eine der großen toten Stimmen im Rock-Walhall. Der ehemalige Alice-in-Chains-Sänger starb 2002 an einem Speedball zuviel; 2005 gründete sich die Band mit Sänger William Duvall neu.

So schön das sein mag – ohne Layne fehlt AIC etwas Substanzielles: Layne. Und die orgasmischen Reibeisenharmonien zwischen ihm und Frontmann Jerry Cantrell … Hach.

Künstler: Alice in Chains
Titel: Hate To Feel
Konzert: Live in Tilburg, NL (1993)
Spielzeit: 05:40 Min.

Frank Zappa & The Mothers of Invention – Dupree’s Paradise [Song]

Furioser Jazz vom Meister aller Klassen: Grandioses Lineup mit begnadeten Solisten in merkwürdigen Anziehsachen.
Zappa über den Song:

„Dupree’s Paradise handelt von einer Bar auf dem Avalon Boulevard in Watts um 6:00 Uhr früh an einem Sonntag des Jahres 1964 während der frühmorgendlichen Jamsessions. Für etwa sieben Minuten tun die Kunden (Spritis, Musiker, Verwahrloste und Polizisten) all jene Dinge, die sie vom Rest der Gesellschaft unterscheiden.“

Künstler: Frank Zappa (/w The Mothers of Invention)
Titel: Dupree’s Paradise
Konzert: Live at Solliden, Skansen, Stockholm, Schweden (1973)
Spielzeit: ca. 16 Min.


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